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Vibe Coding: Können bald alle entwickeln?

Kein Bereich hat sich durch KI so rasant verändert wie die Softwareentwicklung. Die Schlagzeilen überschlagen sich: Allein dieses Jahr wurden weltweit über 33.000 Tech-Jobs gestrichen. Tech-Giganten wie Amazon, Microsoft und Salesforce setzen auf KI-Tools, die ganze Teams ersetzen und gleichzeitig die Produktivität drastisch erhöhen.

Wir haben uns gefragt, was dahintersteckt: Ersetzt KI tatsächlich professionelle Entwickler? Und wenn ja, bedeutet das im
Umkehrschluss, dass plötzlich jeder mit KI entwickeln kann? Um das herauszufinden, haben wir zwei Entwickler aus unserem Haus eingeladen und gemeinsam den Trend des "Vibe Coding", also das Entwickeln ohne technisches Vorwissen, genauer unter die Lupe genommen.

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Automatische KI Zusammenfassung
durch SideKick

Ludwig Groten ist alleine im Studio und bringt gleich zwei Kollegen mit, die wissen, wovon sie reden: Jannik Weise und Stefan Edenfeld, beide seit über 10 Jahren bei Tobit Software in der Entwicklung. Anlass ist Ludwigs eigene Vibe-Coding-Nacht: fünf Stunden, kaum Fortschritt, am Ende kein funktionierender Prototyp. Was ist da schiefgelaufen?

Die Antwort der beiden ist klar: nicht die KI, sondern das fehlende Grundverständnis. Vibe Coding – also das intuitive Entwickeln mit KI ohne tiefen technischen Hintergrund – funktioniert gut, solange alles glatt läuft. Sobald die KI einmal falsch abbiegt, braucht man Werkzeuge, um sie wieder auf Kurs zu bringen: Logs einbauen, Konsolenausgaben lesen, Fehlermeldungen gezielt einsetzen. Wer das nicht kennt, dreht sich im Kreis.

Stefan bringt das Gegenbild: Er hat auf einer Zugfahrt Berlin und zurück eine bestehende Anwendung komplett asynchron umgebaut – nebenbei, ohne seinen Alltag als Abteilungsleiter von 27 Leuten groß zu unterbrechen. Jannik berichtet, wie die Anzahl der Release Notes für Sidekick in letzter Zeit explodiert ist – direkt geschrieben von der KI, schneller und vollständiger als je zuvor.

Der entscheidende Begriff, den Stefan einführt, ist Wise Coding: nicht blind drauflostippen, sondern mit Plan, mit Rückfragen, mit klaren Projektleitplanken. Die KI wie einen Mitarbeiter behandeln – ihr erklären, was sie wissen muss, bevor sie anfängt. Das macht den Unterschied zwischen einem Snake-Spiel und einer echten Business-Anwendung.

Besonders plastisch: die Kettensägen-Analogie. Ein Profi erzielt mit demselben Werkzeug ein vielfach besseres Ergebnis als ein Laie – aber auch der Laie kommt heute deutlich weiter als früher. KI macht Talente schneller, nicht überflüssig.

Was das für Chains bedeutet, zeigt sich an konkreten Beispielen: Systemintegratoren, die früher nie selbst programmiert haben, nutzen Chains Code heute täglich. Die KI kennt die dokumentierten Schnittstellen, baut passende Brücken zwischen Systemen und macht Projekte möglich, die vorher schlicht liegen geblieben wären – wie Stefans Überarbeitung des Mac-Clients für Team David, der nach dem ersten Release direkt Top-Feedback von Partnern kassierte.

Im Fakt-oder-Fiktion-Teil sind sich beide einig: 80 % der Entwickler werden nicht ersetzt. Produktivität steigt um ein Vielfaches – Fakt. Vibe Coding hat Grenzen bei komplexen Anwendungen – und wer klare Regeln setzt, muss sich keine Sorgen machen, dass niemand mehr versteht, was der Code tut.

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Gastsprecher Stefan Edenfeld und Jannik Weise

Jannik Weise ist Webentwickler bei Tobit Software, seit über 10 Jahren im Unternehmen und aktuell vor allem im Messaging-Bereich unterwegs – also mitten im Herzstück von SideKick™. Er hat früh verstanden, wie man mit KI nicht nur schneller, sondern auch besser entwickelt: indem man ihr klare Strukturen gibt, Projektleitplanken definiert und die KI am Ende selbst die Release Notes schreiben lässt.

Stefan Edenfeld ist Abteilungsleiter bei Tobit Software, verantwortet alles rund um Apps und Anwendungen auf Windows, Mac, iOS und Android – und hat Anfang des Jahres seinen eigenen Weg zurück ans Coding gefunden: via KI. Sein Ansatz ist pragmatisch und direkt: Wise Coding statt Vibe Coding, gute Prompts statt blindes Lostippen, und immer die Frage – kann ich das Ergebnis einschätzen und validieren?

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Fazit der Podcastfolge

KI macht aus guten Entwicklern außergewöhnlich produktive Entwickler – und aus Nicht-Entwicklern zumindest handlungsfähige. Der Schlüssel liegt nicht im Tool, sondern im Verständnis: Was will ich bauen, wie erkläre ich es der KI, und wann greife ich ein? Genau dieses Prinzip steckt auch hinter dem Autonomiestufenmodell von SideKick.ki – KI als zentrale Assistentenplattform für Unternehmen, die schrittweise Verantwortung übernimmt, aber immer mit dem Menschen im Loop.

Jetzt sind Sie gefragt!

Der SideKick Podcast mit
Ludwig Groten und Marvin Liedmeyer

Wir sprechen über die großen Fragen unserer Zeit: Was kann Künstliche Intelligenz wirklich? Was bedeutet sie für Arbeit, Gesellschaft und unser Leben? Und wie hilft unser SideKick, Ordnung in das Chaos der KI-Welt zu bringen?

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